Programme

Ludwig van Beethoven – Nichts von Ruhe!

Portrait eines Lebens in Extremen

Heinrich Heine – Ich Narr des Glücks!

Poet der Liebe, Pionier der Freiheit

Mein Lied von Liebe, mein Traum von Freiheit

Heinrich Heine – poetischer Visionär

Gottfried Keller – Wirr und wunderlich ist unser Leben

Autobiografisch Inspiriertes aus dem 'Grünen Heinrich'

Hilde Domin – Deine Stimme, die mich umarmt hat

Eine innere Biografie in Wort und Musik

Martin Luther King – I Have a Dream

Hommage an den Prediger und Bürgerrechtler

Lebenskunst genialer Pessimisten

Ein philosophisches Brevier mit Wilhelm Busch und Arthur Schopenhauer

Wilhelm Busch – Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter

Eine tragikomische Künstlergeschichte

Mensch, Luther!

Portrait eines widersprüchlichen Giganten

Deftig-barocke Lebenspredigten – Heute Hui, morgen Pfui

Ein Panorama menschlicher Eitelkeiten

Streifzug durchs Leben

Eine würzige Hommage an das Glück und Unglück unseres Lebens

Rainer Maria Rilke – Freundin, wenn du nicht ein Engel bist

Eine Liebe in Briefen

Hermann Hesse – Ich war ein Suchender und bin es noch

Ein Lebensbild in Lyrik, Prosa, Briefen und Musik

Dietrich Bonhoeffer – Jener volle Klang der Welt

Briefe und Gedichte aus dem Gefängnis

Brecht und Tucholsky – Doch wenn’s um Kopf und Kragen geht

Sieben Kapitel über menschliches Treiben


Alte Landstrasse 34

CH – 8942 Oberrieden

Ludwig van Beethoven – Nichts von Ruhe!

Portrait eines Lebens in Extremen – zum 250. Geburtstag des Komponisten

Vera Bauer – Autorin und Sprecherin

Benjamin Engeli – Klavier

Vera Bauers Beethoven-Portrait vermittelt ein eindringliches Bild von der Jugend des Komponisten in einem armen, kinderreichen Musikerhaushalt, zu einer Zeit, wo die herannahende französische Revolution auch in Deutschland das Leben und Denken der Menschen zunehmend bestimmt; von Beethovens frühem musikalischen Genie; von seiner Übersiedlung nach Wien und dem alles dominierenden Drang, sich vollständig der Kunst zu widmen; von engen Freundschaften und dramatischen Liebesschicksalen – und von dem großen Unglück seines Lebens, dem Verlust seines Gehörs.


Inmitten solch extremer Erfahrungen erschafft Ludwig van Beethoven als umfassender, leidenschaftlicher Geist ein immenses musikalisches Werk, eine 'Philosophie in Tönen', die auch nach zwei Jahrhunderten unvermindert herausfordert und bewegt.


Benjamin Engeli, für seine musikalische Intensität und Brillanz international gerühmter Schweizer Pianist – www.benjaminengeli.com – vermittelt mit seinem Klavierspiel die klangliche Dimension von Beethovens Musikkosmos.

Heinrich Heine Ich Narr des Glücks!

Poet der Liebe, Pionier der Freiheit

von und mit Vera Bauer – Sprache, Gesang, Violoncello


Heinrich Heines Freigeist und Witz entflammen bis heute, sein Werk steht für die Unabhängigkeit des Geistes.

Vera Bauers Solostück 'Ich Narr des Glücks!' bringt in einem musikalischen Erzähltheater das Leben und die Vision dieses brillanten Dichters, Glücks- und Sinnsuchers vor Augen und Ohren: mit seiner unvergleichlichen Lyrik, versetzt mit Celloklängen; mit seinen autobiografischen Skizzen, hellsichtig, sinnenfreudig und voll kluger Ironie; mit seinen poetisch-sarkastischen Glanzstücken noch auf dem Sterbebett im Pariser Exil.


Ob Heinrich Heine spielerisch und witzig von seinen Erlebnissen in Schule und Universität erzählt, ob er sich in der Liebe verirrt oder polemisch gegen engstirnigen Nationalismus vom Leder zieht: Wie ein innerer Herzschlag durchdringt sein Schreiben das Bekenntnis zur grossen Menschheitsvision der allgemeinen Menschenrechte.

Heute, wo in neuer Dringlichkeit um jene Werte und ihre Universalität gerungen wird, erhält die Stimme dieses grossen deutsch-jüdischen Dichters, der als 'letzter Romantiker und erster Vertreter der Moderne' vor 225 Jahren geboren wurde, eine besondere Aktualität. Als politischer Emigrant später in Paris lebend, formuliert Heinrich Heine zukunftsweisende Einsichten und scharfzüngige Hiebe im gleichen Atem.

Krankheit und nahender Tod machen ihm die Liebe zum Leben wehmütig, doch umso drängender.

Eine Hommage an das Leben – prophetisch und frech, melancholisch und voll Poesie!

Mein Lied von Liebe, mein Traum von Freiheit…

Heinrich Heine – poetischer Visionär

von und mit Vera Bauer – Sprache, Gesang, Violoncello


Visionen brauchen einen langen Atem. Visionen brauchen Pioniere von einst und Neugestalter von heute. Die grosse Vision der allgemeinen Menschenrechte hat vor mehr als 200 Jahren Weltgeschichte gemacht und Revolutionen hervorgebracht. Heute stehen die vergessenen Kinder jener Revolutionen an vielen Orten auf und streiten nach wie vor für die Überwindung von Diskriminierung, für die Universalität dieser Menschheitsidee.


Ein grosser poetischer Pionier dieser Vision ist Heinrich Heine (1797-1856), der geniale jüdische deutsche Dichter, der als 'letzter Romantiker und erster Vertreter der Moderne' vor 225 Jahren geboren wurde.


In Vera Bauers Bühnenstück erscheint sein leidenschaftliches Bekenntnis in eine romantische Lebenserzählung verpackt. Spielerisch und witzig erzählt die Ich-Person von ihren Erlebnissen in Schule und Universität, verirrt sich in der Liebe und zieht polemisch gegen die Arroganz der Macht und engstirnigen Nationalismus vom Leder. Als politischer Emigrant später in Paris lebend, formuliert Heinrich Heine visionäre Einsichten und lacherregende Seitenhiebe im gleichen Atem. Krankheit und nahender Tod machen ihm die Liebe zum Leben wehmütig, doch umso drängender.

Eine Hommage an das Leben – prophetisch und frech, melancholisch und voll Poesie!

Gottfried Keller – Wirr und wunderlich ist unser Leben

Autobiografisch Inspiriertes aus dem 'Grünen Heinrich'

Vera Bauer – Sprache, Violoncello, Konzeption

David Goldzycher – Violine


Mit Poesie und scharfsinniger Ironie, voll psychologischer Einfühlung und oft mit bitterer Qual schreibt sich der junge Gottfried Keller mit dem 'Grünen Heinrich' seine eigene Geschichte von der Seele und erschafft damit ein Stück Weltliteratur.

In musikalisch verbundenen Erzählstationen lässt Vera Bauer die Kindheit und Jugend dieses hochsensiblen, klugen und dabei oft scheuen und ungeschickten jungen Menschen aufleben, welcher mit grausamer Klarsicht seine eigenen Schwächen erkennt und doch tief in sich spürt, wozu er eigentlich fähig wäre…

Farbige, phantasievolle Musik für Violine und Cello widerspiegelt die poetische Intensität dieses mit feinem Humor erzählten, autobiografisch inspirierten Lebenspanoramas von Gottfried Keller.

Hilde Domin – Deine Stimme, die mich umarmt hat

Eine innere Biografie

Vera Bauer – Wort und Violoncello, Programmkonzeption

Klaus Henner Russius – Schluss-Regie


Ihr erstes Gedicht schrieb Hilde Domin im Alter von 42 Jahren im Exil in Santo Domingo. In einem Augenblick tiefer persönlicher Krise bedeutete ihr das Schreiben buchstäblich Lebensrettung.

Ein Jahrzehnt später ist Hilde Domin eine der bekanntesten Lyrikerinnen Deutschlands. In eigenwilliger Sprache, die klaren Gedanken in reiche Bilder gefasst, verarbeitet sie ihre unangepasste Wanderexistenz im 20. Jahrhundert. Kindheit, Vertreibung, Liebe und Tod, Exil und Heimkehr, Verletzlichkeit und unbändige Kraft: Hilde Domins Selbstbegegnung ist zugleich Begegnung mit existenziellen Erfahrungen des Menschseins überhaupt.

Vera Bauer hat die Dichterin und Zeitzeugin in den 90er Jahren in ihrem Heidelberger ‚Turm’ besucht und ihr eine innere Biografie aus Lyrik, Prosa und autobiografischen Texten gewidmet. Mit dem Klang des Violoncellos begleitet und kontrapunktiert Vera Bauer ihre Sprechstimme: Ein eindringliches literarisch-musikalisches Künstlerportrait.

Beachten Sie auch den preisgekrönten Dokumentarfilm „ICH WILL DICH – BEGEGNUNGEN MIT HILDE DOMIN“ von Anna Ditges / Trailer und DVD-Bestellung unter: www.ichwilldich-derfilm.de

Martin Luther King – I Have a Dream

Hommage an den Prediger und Bürgerrechtler

Vera Bauer – Autorin, Sprecherin

Christina Jaccard – Gesang

Dave Ruosch – Piano

Steve Grant – Drums


«Wenn wir nicht lernen, miteinander als Brüder zu leben, werden wir als Narren miteinander untergehen.» Gut 50 Jahre nach seiner Ermordung sind die Worte des Predigers und charismatischen Anführers der schwarzamerikanischen Bürgerrechtsbewegung von unverminderter Dringlichkeit. Mit seinem epocheprägenden, gewaltfreien Kampf für Humanität und Gerechtigkeit inspiriert Martin Luther King bis heute Menschen in aller Welt bei ihrem Einsatz für ein solidarisches und friedliches Miteinander.


Diese «Hommage an Martin Luther King» lässt ein dramatisches Stück Zeitgeschichte in Wort und Gospelmusik lebendig werden. Von Kings politischen Anfängen beim Busboykott in Montgomery führt ein langer Weg bis zu seiner weltberühmten Rede «I Have a Dream» und zum Friedensnobelpreis. Die tödlichen Schüsse auf John F. Kennedy geben eine Vorahnung von seinem eigenen gewaltsamen Ende. Doch unbeirrbar kämpft Martin Luther King für seine Vision von Gerechtigkeit und Frieden.


Vera Bauer widmet Martin Luther King ein eindrückliches Lebensportrait. Vereint mit der renommierten Zürcher Jazzsängerin Christina Jaccard – www.voicejaccard.chund dem herausragenden Jazzpianisten Dave Ruosch – beide Swiss Jazz Award-Preisträger und glanzvolle Interpreten afroamerikanischer Musik – sowie dem namhaften Schlagzeuger Steve Grant lassen die Künstler:innen in Wort und Gospelmusik das Leben und Vermächtnis des 1968 ermordeten Martin Luther King lebendig werden.

Lebenskunst genialer Pessimisten

Ein philosophisches Brevier mit Wilhelm Busch und Arthur Schopenhauer

Vera Bauer – Wort, Gesang und Violoncello, Konzeption

Klaus Henner Russius – Schluss-Regie


«Busch ist gereimter Schopenhauer, womit ich nicht sagen will, dass Schopenhauer ungereimt ist.»

Odo Marquard, Philosoph

Wilhelm Busch, der virtuose Zeichner und Verskünstler, war ein grosser Bewunderer von Arthur Schopenhauer, jenem scharfzüngigen, für seinen Griesgram berüchtigten Philosophen, der als brillanter Pessimist viel Berühmtheit erlangte.

Inspiriert von der Seelenverwandtschaft dieser zwei genialen Köpfe hat Vera Bauer eine raffinierte «Anleitung zum Glücklichsein» geschmiedet – philosophisch und doch lebensnah: Wilhelm Busch liefert die Szenerie, Schopenhauer den Kommentar. Mit Wilhelm Buschs Künstlergeschichte 'Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter' führt Vera Bauer – musikalisch arrangiert – die Fallstricke unseres Daseins vor und beleuchtet ihren Hintersinn mit Arthur Schopenhauers glänzend formulierten Erkenntnissen und Lebensmaximen.

Taugt Pessimismus zur Lebenskunst? Gepaart mit Geist und Witz – allemal!


Eine Produktion von Vera Bauer in Zusammenarbeit mit sogar theater Zürich und La Cappella Bern

Mit freundlicher Unterstützung von: Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Georges und Jenny Bloch-Stiftung, Ernst Göhner-Stiftung, Jürg George Bürki-Stiftung, SIG Schweizerische Interpretengesellschaft

Wilhelm Busch – Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter

Eine tragikomische Künstlergeschichte

von und mit Vera Bauer – Wort, Gesang, Violoncello


Eine der schönsten Geschichten von Wilhelm Busch ist die geniale Künstlerstory "Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter". Vera Bauer bringt sie – musikalisch arrangiert – ausdrucksstark zum Klingen.


Mit doppelbödigem Humor und Raffinesse führt Vera Bauer den biederen Beamten, der 'nach Höherem strebt', durch all seine Abenteuer:

Entnervt von lästigen Freunden und familiärem Tohuwabohu flüchtet Balduin Bählamm aufs Land, um dort die ersehnte kreative Einsamkeit zu finden. Doch brüllende Rindviecher, die Streiche der Dorfbuben und die Präsenz eines nur scheinbar reizenden Bauernmädchens stellen die dichterische Inspiration auf eine harte Probe. Bählamms hochfliegende Erwartungen, seine Naivität, die Tücke des Objekts, die Heimtücke der Mitmenschen – dies alles spiegelt sich in Vers und Klang.

Mensch, Luther!

Portrait eines widersprüchlichen Giganten

Vera Bauer – Autorin und Sprecherin

David Goldzycher – Violine


Der Name Martin Luther steht für einen dramatischen Wendepunkt in der europäischen Geschichte – religiös, politisch, kulturell. 

Wer aber war dieser begabte, spirituell suchende junge Mönch, der anfangs nichts anderes wollte, als kirchlichen Machtmissbrauch anzuprangern? Der erst zögernd, schliesslich immer unaufhaltsamer zum revolutionären Reformator wurde und Weltgeschichte schrieb?

Martin Luthers authentische Briefzeugnisse lesen sich heute so dramatisch wie je – als Kette von inneren und äusseren Ereignissen, deren weltgeschichtliche Folgen weder geplant noch vorhersehbar waren. Aus 500 Jahren Zeitdistanz ergibt sich ein überaus spannender Blick auf diese Epoche: Auf ihre spirituelle Tiefe und die weltlichen Verstrickungen; auf ihre mächtigen, kulturprägenden Früchte sowie auch die leidvollen und widersprüchlichen Aspekte, die bis heute zum mit- und voneinander Lernen auffordern.

Mit der Violine zeichnet David Goldzycher die Erfindung‘ des reformierten Kirchenliedes nach und bringt mit Werken von Johann Sebastian Bach die kunstvollste Form protestantisch geprägter Musik zum Klingen.

"Mensch, Luther!“ ist die Begegnung mit einem genialen, ungestümen, widersprüchlichen und dabei tief innerlichen Menschen – eine Begegnung zudem mit der spannungsreichen Zeit der Reformation, deren Erbe uns bis heute prägt.

Deftig barocke Lebenspredigten – Heute Hui, morgen Pfui

Ein Panorama menschlicher Eitelkeiten

Vera Bauer – Sprecherin, Programmkonzeption

Christoph Greuter – Zupfinstrumente


Scharfzüngig und voll derbem Witz nimmt der Dichtertheologe Abraham a Sancta Clara um 1700 die Freuden, Schwächen und Eitelkeiten der Menschen aufs Korn und entwirft ein farbiges Panorama barocker Lebenswelt. Mit geradezu dadaistischer Sprach- und Fabulierkunst portraitiert und ironisiert er das lebenshungrige Treiben seiner Zeitgenossen: Essen und Trinken, Kindererziehung, Schurkereien aller Art, Liebesqualen, Ehegezänk, Krankheit und Tod sind Themen seiner temperamentvoll-drastischen Texte.

Mit grosser Schönheit präsentieren sich daneben die Lieder und Lyrik der Barockdichter Martin Opitz und Andreas Gryphius. In zeitlos bewegenden Worten reflektieren sie Fragen von Vergänglichkeit und dem Wert menschlichen Tuns.

Voll Einfühlung, Witz und Spielfreude und verbunden mit Musik auf historischen und modernen Zupfinstrumenten, präsentieren Vera Bauer und der Multi-Instrumentalist Christoph Greuter – www.christophgreuter.ch – einen Reigen dieser literarischen Fundstücke.

Streifzug durchs Leben

Eine würzige Hommage an das Glück und Unglück unseres Lebens

Vera Bauer – Sprache, Gesang, Violoncello


Mit ihrem „Streifzug durchs Leben“ zeichnet Vera Bauer das menschliche Leben in herzhaft-ironischen und auch nachdenklichen Dichterworten nach.

Als eine Art Kaleidoskop der Wechselfälle des Lebens bringt sie poetische Trouvaillen von Autor:innen verschiedener Zeiten auf die Bühne, die sich allesamt ums menschliche Dasein „von der Wiege bis zur Bahre“ ranken: Von den Kapriolen der Kindheit über die Zeiten rastlosen Liebens und Treibens bis hin zur Lebensklugheit später Jahre…


Ob Ringelnatz‘ kunstvoll naive Verse, Brechts Jugendstürme oder Heinrich Heines Liebeslieder; ob Wilhelm Buschs böse Freundschaftsschilderung, Mascha Kalékos berührende Selbstauskunft oder Kurt Tucholskys Nachtgedanken einer Ehefrau; ob Hermann Hesses Sinngedicht, Abraham a Sancta Claras Gepolter oder Hilde Domins poetische Einsichten – es ist ein grosser Reichtum an Lebenserfahrung, der hier in bewegenden Worten und mit hintergründigem Humor zum Klingen kommt.

Rainer Maria Rilke – Freundin, wenn du nicht ein Engel bist

Eine Liebe in Briefen

Vera Bauer – Sprache, Violoncello, Konzeption

David Goldzycher – Violine


Im Januar 1914 erhielt der 38-jährige Rilke, der zu dieser Zeit in Arbeitsklausur in Paris lebte, einen bewundernden Brief von der jungen Pianistin Magda von Hattingberg aus Wien.

Im Gefühl, von dieser Musikerin zutiefst verstanden zu werden, erfüllte ihn „eine starke Zuversicht, als ob nun endlich der Ausweg aus dem stetig Verhängnishaften gefunden sei“. Er öffnet sich ihr mit einem Rückblick auf seine ganze bisherige Entwicklung – «so dass ich zum ersten Mal Eigentümer meines Lebens zu werden schien…»

Über fünf Wochen hinweg steigert sich dieses tägliche Briefgespräch – bis die Liebenden sich schliesslich zu einer gemeinsamen Reise treffen…

«Freundin, wenn Du nicht ein Engel bist» ist ein Portrait in Briefen, das Vera Bauer' in Zusammenarbeit mit dem Violinisten David Goldzycher gestaltet: eine dichterische Innenschau, begleitet von klangfarbenreicher Streichermusik, die einen aussergewöhnlichen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Rainer Maria Rilke gewährt.

Hermann Hesse – Ich war ein Suchender und bin es noch

Ein Lebensbild in Wort und Musik

von und mit Vera Bauer – Sprache und Violoncello


Ein inspirierend frisches Bild des weltberühmten Autors. Aufschlussreiche und überraschende Selbstauskünfte Hermann Hesses bilden den biographischen Rahmen dieses Portraits.

Freimütig und mit feiner Selbstironie erzählt Hermann Hesse über seine Konflikte in Elternhaus und Schule, über den von Euphorie und seelischen Abstürzen gesäumten Weg zum anerkannten Schriftsteller, über seine nie zu einem Ende kommende Suche nach dem ‘Eigenen’ inmitten des von Weltkrieg zu Weltkrieg schreitenden Europa.

Während der 30-er und 40-er Jahre engagiert sich Hermann Hesse von seiner Tessiner 'Einsiedelei' in Montagnola aus in Wort und Tat unermüdlich für verfolgte und emigrierte Schriftsteller-Kolleginnen und Kollegen.


Mit ihrem Bühnenstück kreiert Vera Bauer ein Lebensbild aus autobiografischen Erzählungen und Reflexionen, aus Gedichten, Briefen, einem Romanausschnitt und reichhaltiger Musik.

Dietrich Bonhoeffer – Jener volle Klang von Welt

Briefe und Gedichte aus dem Gefängnis

Vera Bauer – Sprecherin, Konzeption

David Goldzycher – Violine


Vor gut 75 Jahren, am 9. April 1945, wurde der bedeutende Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer im Alter von nur 39 Jahren von den Nationalsozialisten ermordet. Seinem Tod gingen 24 Monate Gefängnishaft voraus. In dieser Zeit entstand ein einzigartiges privates und zugleich zeitgeschichtliches Dokument: Bonhoeffers Briefe an seinen engsten Freund, die mithilfe eines Aufsehers aus dem Gefängnis geschmuggelt wurden.

Vera Bauer vermittelt durch ihr Programm eine eindringliche Begegnung mit dem Menschen Dietrich Bonhoeffer, mit seinen Hoffnungen, Ängsten, seiner Sensibilität und Vielschichtigkeit im Denken. Das Beispiel seines widerständigen Christseins, mit dem er sich der Verbrechensherrschaft der Nazis entgegenstellt, ist bis heute von grosser Ausstrahlungskraft.


Musik für Violine solo von Johann Sebastian Bach bis zur Gegenwart begleitet und gestaltet musikalisch dieses Portrait.

Brecht und Tucholsky – Doch wenn’s um Kopf und Kragen geht

Sieben Kapitel über menschliches Treiben

von und mit Vera Bauer – Sprache, Gesang, Violoncello

Gian Gianotti – Regie


Ein scharfer, unerbittlicher Intellekt, ein mitfühlendes, kämpferisches Herz, dazu sprühender Witz, der je nach Situation freundlich oder tödlich treffend sein kann – das ist kennzeichnend für beide: Kurt Tucholsky, den Autor brillianter Feuilletons und Gedichte sowie Bertolt Brecht, dessen lyrisches Werk zu den ganz grossen des 20. Jahrhunderts gehört.

 

In sieben Kapiteln, unter sieben Mottos nimmt Vera Bauer „menschliches Treiben“ unter die Lupe. Witzig und ironisch, zugleich ernst und leidenschaftlich treten uns die Erfahrungen, Wünsche und Einsichten der Protagonisten dieses Programms entgegen.


Ob Karrierist, Tänzerin im Nachtlokal, ob glücklich und unglücklich Verliebte oder zwei zankende Embryonen im Mutterleib, ob Mitläufer, Demagoge oder Heimkehrer aus dem Exil – um Kopf und Kragen geht es allemal – sei’s um den eigenen, sei’s um den der anderen.

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